Empfehlungen Ratgeber

Hitzebeständige Pflanzen für trockene Standorte

In den letzten Jahren gab es in ganz Mitteleuropa immer wieder Dürreperioden. Es regnete zu selten. Das hat erheblichen Einfluss auf Kleingärten. Was können Sie machen, um zukünftig besser durch die Sommermonate zu kommen? Die Lösung ist eine Mischung aus einer anderen Gestaltung und Pflege einerseits sowie hitzebeständigen Pflanzen für trockene Standorte andererseits.

Klimawandel trifft auch private Gärten

Das Klima verändert sich. Regen fällt seltener, dann häufig heftig. Die Böden sind durch die Sommer der letzten Jahre in vielen Regionen knochentrocken. Als Kleingärtner haben Sie den Vorteil, dass Sie ohnehin ein Bewässerungssystem haben oder mit dem Gartenschlauch für ausreichend Feuchtigkeit sorgen.

Aber selbst dann sind Sie betroffen. Denn die Regentonnen füllen sich nicht neu, die Grundwasserspiegel sinken auch bei privaten Brunnen und das Wasser aus der Leitung wird teurer. Daher sollten sich alle Kleingärtner überlegen, wie sie ihre Gärten zukünftig gestalten möchten. Denn der effektivste Weg, den trockenen Sommern (und anderen Jahreszeiten!) zu trotzen, ist sich anzupassen. Was also können Sie machen, um Ihren Garten auf trockene Perioden vorzubereiten?

Für trockene Böden und Hitzeperioden: andere Pflege und Gestaltung des Gartens

Es beginnt bei der Bearbeitung der Böden. Sorgen Sie dafür, dass diese aufgelockert und durchlässig sind. Je verdichteter der Boden, desto eher trocknet er von oben aus und lässt Gieß- und Regenwasser nicht mehr ausreichend gut eindringen. Nutzen Sie Grabegabeln und Sauzähne, um den Boden zu lockern. Streuen Sie auf schweren Böden Sand und Humus. Bedecken Sie den Boden mit Mulch, Rasenschnitt oder Stroh. Das hält die Feuchtigkeit im Boden. Gießen Sie richtig, das hält den Boden länger Feucht.

Rasen lang lassen oder ersetzen

Rasen wässern
Rasen wässern – mit Bedacht!

Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Gestaltung und Pflege. Rasen sollten Sie nicht zu kurz schneiden, dann können sich die Halme gegenseitig etwas beschatten. Die Fläche bleibt länger grün. Noch besser ist es, den Rasen in eine Kräuterwiese oder Magerwiese umzugestalten. Das ist insektenfreundlicher und naturnaher. Zudem erfordert es weniger Pflege. Zwei oder drei Schnitte im Jahr reichen aus. Aber diese Möglichkeit ist nicht bei allen Gärten möglich.

Bäume und hohe Sträucher pflanzen

Hohe Schattenspender sind ein weiterer sehr effektiver Weg, um den Garten vor dem Austrocknen zu schützen. Pflanzen Sie Bäume und hohe Sträucher, speziell auf der Südseite. So beschatten die Gewächse einen Teil des Gartens und beugen einer zu starken Verdunstung vor. Solche Schattenspender sind sehr wichtig und effektiv, um Beete und Rasen vor dem Vergilben in Hitzeperioden zu schützen.

Bodendecker setzen

Die natürliche Gesetzmäßigkeit lautet: Ist der Boden der Sonneneinstrahlung ungeschützt ausgesetzt, trocknet er schneller aus. Um das zu unterbinden, sollten Sie überall dort, wo es möglich ist, Bodendecker setzen. Zusätzlich zu anderen Gewächsen wuchern diese über dem Boden und schützen diesen durch die Beschattung. Das beugt dem Austrocknen vor und der Garten benötigt weniger Wasser.

Die richtige Pflanzenwahl

Am Ende komm es jedoch auf die Pflanzenwahl an. Je heißer und trockener die Sommer werden, desto eher sind besonders durstige Pflanzen ein Problem. Denn Sie kommen aus dem Gießen nicht mehr heraus und sind zum täglichen Wässern geradezu gezwungen.

Es gibt jedoch eine Reihe von Pflanzen, die mit heißen Tagen und sehr wenig Feuchtigkeit auskommen. Das müssen auch keine Steingärten mit Sukkulenten sein. Sie müssen auch keinen mediterranen Garten mit Kräutern und Palmen gestalten. Denn es gibt unzählige Ziergewächse, die Hitze und trockenen Boden tolerieren und so einige Tage ohne Gießen auskommen.

Eine Auswahl von Pflanzen für Hitze und Trockenheit

Gewöhnlicher Erbsenstrauch

Hier ist eine kleine Auswahl an Pflanzen, die viel Sonne vertragen und nur wenig Wasser benötigen:

  • Sommerflieder,
  • Fingerstrauch,
  • Rosen,
  • Liguster,
  • Felsenbirne,
  • Kornelkirsche,
  • Erbsenstrauch,
  • Hasel,
  • Holunder,
  • Sonnenhut,
  • Mädchenauge,
  • Eisenkraut,
  • Wollziest,
  • Blauraute,
  • Königskerze,
  • Storchschnabel,
  • Wacholder,
  • Salbei,
  • Gold-Garbe,
  • Fetthenne,
  • Katzenminze,
  • Spornblume,
  • Mittagsblume,
  • Mauerpfeffer,
  • Schafgarbe,
  • Kugeldistel,
  • Linsen
  • Kichererbsen,
  • Rettich,
  • Knoblauch,
  • Zwiebeln.
Typische Form der Blütenstängel des Garten-Salbeis
Typische Form der Blütenstängel des Garten-Salbeis

Es gibt unzählige weitere Pflanzen, die ähnliche Anforderungen erfüllen. Wichtig ist, dass Sie solche Gehölze und Blumen wählen, die zu ihrem Garten passen. Allgemein lassen sich einige Eigenschaften von Pflanzen nennen, die sich für Hitzeperioden und trockene Böden eignen:

  • Die Pflanzen haben meistens kleine und dickere, festere Blätter, durch die weniger Feuchtigkeit verdunstet.
  • Kleine Härchen oder ein Film auf den Blättern beugt ebenfalls der Verdunstung vor.
  • Helle Blattfarben, insbesondere „Silbertöne“ reflektieren mehr Sonnenlicht und schützen vor Austrocknung.
  • Tiefwurzler holen sich die Feuchtigkeit auch aus tieferen Schichten, Flachwurzler sind auf nassen Oberboden angewiesen.

Mehr Pflanzen, die Trockenheit vertragen!

Wenn Sie die richtigen Pflanzen auswählen sowie den Boden beschatten und gut bearbeiten, haben Sie bereits einen großen Schritt gemacht. Ihr Garten benötigt dann weniger Wasser und kommt auch ohne Gießen tagelang ohne Regen aus. Nutzen Sie die große Auswahl toller Sträucher, Bäume und Blumen, um ihren Garten unempfindlicher gegenüber Hitzephasen zu machen. So blüht und gedeiht es nicht nur bei geringen Regenmengen, sie haben auch weniger Arbeit.

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