Pflanzen Stauden

Garten-Salbei

Ein sattes dunkles Blau, mit Variationen bis ins kräftige Violette oder ins zarte Rosa hinein. Das bietet der Garten-Salbei bzw. Blüten-Salbei (Salvia nemerosa). Die Staude ist sehr beliebt und wirkt ungemein ansprechend. Die Blüten erinnern etwas an Lavendel, sind aber als Blütenkerzen buschiger.

Die Pflanze bietet insgesamt eine tolle Ergänzung für einen Bauerngarten, im Blumenbeet oder neben Rosen. Besonders in mediterranen Gärten ist die Staude ein Hingucker und ergänzt echte Kräuter. Anders als der Echte Salbei ist der Garten-Salbei nicht für die Küche gedacht. Er ist in erster Linie eine reine Zierstaude, die aber durch die Vielzahl an Blüten den Insekten und Schmetterlingen viel Nahrung bietet.

Typische Blütenform des Ziersalbeis
Typische Blütenform des Ziersalbeis

Der Steckbrief

  • Name: Garten-Salbei/Blüten-Salbei
  • Botanischer Name: Salvia nemerosa
  • Familie: Lippenblütler/Salbei
  • Höhe: bis ca. 60 cm
  • Breite: bis ca. 50 cm
  • Pflanzzeit: ideal im Frühjahr, aber auch ganzjährig möglich
  • Standort: voll sonnig, ideal ist ein leichter, humoser Gartenboden, etwas Dünger ist sinnvoll, Schatten schränkt Blütenbildung ein, verträgt wind und ist sehr winterhart
  • Blätter: lanzettlich, länglich, leicht oval im mittleren bis dunklen Grün
  • Blütezeit: Mai bis Juli, zweite Blüte im Spätsommer bis Anfang Oktober möglich
  • Blüte: hochwachsende Blütenkerzen mit kleinen Lippenblüten, tiefes Blau bis Violett, je nach Sorte teilweise ins Rosa gehend, einzelne Sorten auch in Weiß
  • Vermehrung: Samenkapseln oder Staudenteilung, sät sich auch selbst aus
  • Besonderheit: Werden die verblühten Blütenstängel auf Höhe der Blätter radikal zurückgeschnitten, folgt im Spätsommer eine zweite Blüte. Die Blüten sind ein Magnet für Bienen Hummeln und Schmetterlinge.
  • Variante: Der echte Salbei sieht ähnlich aus und liefert mit seinen Blättern Gewürze für die Küche.
Typische Form der Blütenstängel des Garten-Salbeis
Typische Form der Blütenstängel des Garten-Salbeis

Standort

Salvia nemerosa ist eine reine Zierstaude. Als solche schmückt die Staude viele Beete. Der Standort sollte aber volle Sonne bekommen. Die Pflanze benötigt das, um eine volle Blütenpracht auszubilden. Schon Halbschatten reduziert die Blütenzahl deutlich.

Setzen Sie maximal acht Pflanzen pro Quadratmeter, eher weniger. Der Salbei neigt dazu, sich zu einem Blütenmeer zu vereinen. Dennoch ist zu geringer Abstand suboptimal, weil der Salbei sich nach und nach zu einer dichten Buschform verbreitet und dabei auch mal mehr als 50 cm einnimmt.

Boden und Wässern

Dabei ist das Gewächs trotzdem recht anspruchslos. Zwar benötigt Salvia nemerosa einen möglichst humosen und feuchten Boden. Die Staude kommt aber auch sehr gut mit mehreren Tagen Trockenheit aus. Zudem ist sie relativ unempfindlich gegenüber Wind und Kälte. Allerdings können sich die Blütenstängel dabei etwas beugen. Das gibt sich aber wieder bei Wetterberuhigung.

Der Blüten-Salbei zieht Insekten magisch an
Der Blüten-Salbei zieht Insekten magisch an

Düngen

Es ist ausreichend, im Frühjahr einmal etwas zu düngen. Nutzen Sie dabei unbedingt organischen Langzeitdünger wie Hornspäne. Auch Kompost und Humuserde ohne Torf können der Staude beim Wachstum helfen.

Salbei schneiden und vermehren

Die Staude ist recht anspruchslos. Der Blüten-Salbei kommt auch selbst zurecht. Allerdings verwildert dann die Staude etwas und bildet im Mittelpunkt kahle Stellen. Daher ist es ratsam, den Salbei nach der Blüte zurückzuschneiden. Dabei sollten Sie knapp oberhalb des Blatthorsts die Stängel radikal abschneiden. Die Pflanze bildet dann im Spätsommer meistens noch einmal eine neue Blüte aus. Den zweiten Schnitt bekommt die Staude im Frühjahr. Schneiden Sie die alten Blütentriebe ab. So kann sich die Pflanze neu entwickeln und treibt ab Mai neue Blütenstängel aus.

Im Herbst bildet das Gewächs aus den verblühten Stängeln kleine Samen aus. So vermehrt sich der Salbei selbst. Wenn Sie das verhindern möchten, schneiden Sie Pflanze bereits direkt nach der zweiten Blüte noch einmal.

Die Vermehrung findet sonst über Teilung statt. Wie bei vielen Stauden graben Sie dazu die Pflanze mit einer Grabegabel aus, halbieren Sie mit einem scharfen Spaten und pflanzen die Teile wieder ein. Das sollten Sie auch alle zwei bis vier Jahre machen, um die schöne buschige Wuchsform zu unterstützen.

Der Blüten-Salbei blüht bis In den Herbst
Der Blüten-Salbei blüht bis In den Herbst

Krankheiten und Schädlinge

Der Garten-Salbei ist relativ unempfindlich. Er verträgt starke Staunässe nicht besonders gut, ist aber darüber hinaus eher robust gegenüber Krankheiten und auch vielen Schädlingen.

Nachbarn im Beet

Der Gartensalbei ist eine erstklassige Staude, um einen Bauerngarten zu ergänzen. Entsprechend passen andere Stauden wie Sonnenaugen, Sonnenhüte, Wildkräuter, aber auch Kokaden und niedrige Sonnenblumen sehr gut zum prächtigen Blütenmeer. Besonders gut kommt er als Gruppenbepflanzung zur Geltung.

Darüber hinaus ist der Garten-Salbei ein klassischer Begleiter zu Rosen. Speziell zu den roten Exemplaren passt das dunkel Violett hervorragend. Er ergänzt aber ebenso gut Sträucher wie Schneebälle, Doldenblütler oder Hartriegel. Auch im aufgewerteten Steingarten kann der Blüten-Salbei tolle Akzente setzen und bis in den Herbst hinein durch seine intensive Blütenpracht punkten.

Fotos: Michael Weber

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