Pflanzen Stauden

Margeriten

Sie gehören zu den beliebtesten Blumen überhaupt und sind in vielen Gärten anzutreffen: Margeriten. Diese „Gänseblümchen in groß“ wachsen buschig und überzeugen mit einer wahren Blütenpracht.

Der Name leitet sich vom Griechischen und Französischen ab und bedeutet „Die Weiße“ oder auch „Perle“. Es gibt neben der bekannten Garten-Margerite viele Züchtungen, zu denen inzwischen auch winterharte Stauden gehören. Insgesamt sollen es mindestens 42 verschiedene Unterarten sein.

Die Margerite setzt tolle Akzente und harmoniert sehr gut mit anderen Blumen in Staudenbeeten. Außerdem ist sie für Kübel geeignet und wertet Blumensträuße auf. Nicht zuletzt gibt es die Strauchmagerite als Hochstämmchen.

Steckbrief

  • Botanischer Name: Leucanthemum
  • Familie: Asternartige, Korbblütler, Asteroideae
  • Wuchsform: je nach Sorte ca. 30 – 100 cm Höhe und 30 – 50 cm Breite, horstbildende Pflanze
  • Blätter: grüne, fiederschnittartige Blätter
  • Blüten: gelbe Röhren im Mittelpunkt, darum weiße Lippen, bei einigen Sorten auch Gelb- und Rosatöne.
  • Blütezeit: Mai bis August
  • Pflanzzeit: nach Frost, ab ca. Anfang Mai
  • Standort: Halbschatten und Sonne auf frischem, lockerem Boden, windgeschützt
  • Lebensdauer: ein- bis zweijährig, viele Sorten sind nicht winterhart
  • Verbreitung: Samen, selbst gezogene Stecklinge
Margariten-Horst im Garten
Margariten-Horst im Garten

Verschiedene Sorten

Die Pflanze besticht durch ihre beliebte Form und Farbgebung. Die Blüten sind in der Mitte in gelb, die Zungenblätter weiß. Damit sind sie wie Astern und Gänseblümchen besonders auffallend. Bei einigen Züchtungen sind die Blüttenblätter ebenfalls in Gelb gehalten oder die gesamte Blüte hat einen Rosaton.

Es gibt wenigstens 42 Sorten. Darunter befinden sich ein- und mehrjährige, winterharte und weniger winterharte, hohe und niedrige, gelbe, rote, rosafarbene und die klassische weißen. Besondere Sorten und Züchtungen sind die folgenden Pflanzen:

  • Schwarzrand-Margerite – diese Pflanzen wachsen in der Natur nur in Österreich in Bergregionen.
  • Hellschuppige Margerite – diese Sorte verträgt kalkigen Boden
  • Wiesenmargerite – diese Art wächst sehr gut im Gras und auf Weiden.
  • Grönland-Margerite – die Sorte hat sehr zartrosafarbene Blüten und ist winterhart
  • Maikönigin – die rund 70 cm hoch wachsende Sorte verdrängt Beikräuter, sät sich selbst aus und ist sehr winterhart
  • Fettwiesen-Margerite – bildet Ausläufer und wächst weniger horstig, eignet sich für Wildwiesen
  • Strauchmargerite – diese Sorte wird teilweise als Stämmchen kultiviert. Sie wächst wie ein Baum und bildet als „Krone“ eine tolle kugelförmige Blütenpracht. Die Stämmchen eignen sich vorrangig für eine Kübelpflanzung.
Typische fiederschnittartige Blattform der Margerite
Typische fiederschnittartige Blattform der Margerite

Standort und Pflege

Pflanzen Sie das Gewächs auf einen sehr lockeren und humosen Boden. Die Blume gedeiht auch auf etwas lehmigen und sandigen Böden, allerdings bleiben das Wachstum und die Blütenbildung deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Beim Setzen sollten Sie das Ausbreiten der Staude berücksichtigen. Leucanthemum bildet oberirdisch und im Wurzelwerk ein dichtes Geflecht. Aus einem kleinen Stengel können an guten Standorten wuchtige Horste werden. Planen Sie 40 – 50 cm Abstand zwischen den Blumen ein.

Nutzen Sie am besten eine Mischung lockere Blumenerde und Kompost. Auf schweren Böden kann Sand helfen, einen lockeren Boden herzustellen. Aber denken Sie an ausreichend Dünger.

Obwohl die Staude in Sonne am besten wächst, ist im Garten ein halbschattiger Standort ideal.

Dann verdunstet das Wasser nicht so schnell, dass die Margerite dringend regelmäßig benötigt. Sehr gut geeignet sind auch windgeschützte Plätze unter Sträuchern oder Bäumen, solange genug Sonne durchkommt.

Am Anfang entsteht ein kleiner buschiger Horst
Am Anfang entsteht ein kleiner buschiger Horst

Pflege: Düngen, gießen, schneiden

Die Blume ist auf einen feuchten Boden ohne Staunässe angewiesen. Gießen Sie daher regelmäßig, am besten täglich in Maßen. Vermeiden Sie jedoch einen zu nassen Boden, da die Staunässe das Wurzelwerk angreift und die Pflanze faulen kann.

Geben Sie bereits beim Pflanzen einen organischen Langzeitdünger in die Erde. Auch alle ein bis zwei Wochen ein wenig Flüssigdünger über das Gießwasser hilft der Blume, sich zu entfalten und für eine ordentliche Blütenpracht zu bilden.

Sobald die Blüten vergehen, sollten Sie die Pflanze schneiden. Stutzen Sie verblühte Stängel regelmäßig, das regt das Wachstum an und führt zu einer weiteren üppigen Blüte. Ist die Pflanze winterhart, schneiden Sie nach der Blüte im September/Oktober rund ein Drittel der Pflanze ab. Ein solcher Schnitt kann sich auch im späten Frühling lohnen, um die Blütenbildung zu forcieren. Seien Sie dann jedoch behutsamer und kürzen Sie nicht ganz so radikal. Speziell niedrige Pflanzen sollten Sie wachsen lassen.

Typische Blüte der Margerite
Typische Blüte der Margerite

Margeriten überwintern

Kübelpflanzen sollten Sie ab Mitte Oktober an einen wind- und kältegeschützten Ort stellen. Die Pflanzen überwintern am besten bei Temperaturen knapp unter zehn Grad Celsius. Wintergärten, Hausflure und Gewächshäuser eignen sich am besten dafür. Denken Sie daran, dass dies nur für mehrjährige Pflanzen gilt. Einjährige Exemplare müssen Sie jedes Jahr neu anpflanzen.

Kübelpflanzen umtopfen

Margeriten im Kübel sollten Sie regelmäßig umtopfen. Wenn die Staude den Topf ausfüllt, ist es Zeit, für einen neuen Kübel. Dieser sollte 10 – 15 cm mehr Durchmesser haben. Legen Sie eine Drainageschicht mit Blähton, darüber Blumenerde. Setzen Sie die Pflanze hinein und füllen Sie auf. Gießen Sie die Pflanze und geben Sie etwas Dünger. Das ist schon alles. Die umgetopfte Pflanze sollten Sie an einen windgeschützten und sonnigen Platz stellen.

Margeriten vermehren

Margeriten passen gut an den Fuß von Sträuchern in den Halbschatten
Margeriten passen gut an den Fuß von Sträuchern in den Halbschatten

Die Pflanzen können Sie im zeitigen Frühjahr sehr günstig erwerben. Aber vielleicht möchten Sie Ihre Exemplare ja selbst vermehren? Zum einen säen sich die Blumen selbst aus. Lassen Sie im Herbst die Samen in den Boden eindringen, bilden sich im Frühjahr neue Triebe. Diese sind jedoch kälteempfindlich bei spätem Frost.

Sicherer, aber mit mehr Arbeit verbunden ist die Vermehrung über Kopfstecklinge. Schneiden Sie einfach im Herbst einen 10 – 20 cm langen Trieb ab und pflanzen Sie diesen in lockere Blumenerde oder Anzuchterde ein. Dieser bildet dann schnell erste Wurzeln. Überwintert der Steckling an einem kühlen, aber nicht frostigen Ort, können Sie die Pflanze spätestens Anfang Mai in den Garten pflanzen. Daraus entwickelt sich dann eine neue Margerite. Anfangs kann eine Folie gegen Bodenfrost schützen.

Krankheiten und Schädlinge

Die Staude ist bei guter Pflege relativ wenig anfällig. Teilweise befallen Blattläuse die Blume, ebenso können Spinnenmilben auftreten. Bei starkem Befall helfen die üblichen Hausmittel. Etwas problematischer ist die Miniermotte. Dadurch kommt es zu einem Fraß, der die Pflanze verblühen und verwelken lässt. Befallene Stellen sollten Sie frühzeitig ausschneiden.

Krankheiten sind selten. Die häufigste Ursache für kranke Exemplare ist Staunässe. Da die Blumen einerseits viel Wasser benötigen, andererseits die Wurzeln schnell faulen, sollten Sie hier umsichtig und richtig gießen.

Tolle Schmuckblume

Die verschiedenen Farben mehrerer Züchtungen lassen sich im Beet hervorragend kombinieren. Idealerweise setzen Sie mehrere Pflanzen in ausreichenden Abstand nebeneinander, um vom horstigen Wuchs in diesen „Tuffs“ zu profitieren. Wenn Sie noch Sorten mit verschiedenen Höhen gekonnt kombinieren, ergibt sich ein wunderbares Staudenbeet mit einer geschwungenen Blütenpracht.

Erste Blüten bilden sich an der Margerite
Erste Blüten bilden sich an der Margerite

Die höheren Exemplare liefern tolle Schnittblumen, die einen Strauß einen „wilden“ und natürlichen Wiesenblumencharakter verleihen. Die Stämmchen wachsen in der Regel in Kübeln und zieren Terrassen, Eingangsbereiche und Wegränder. In Kübeln können Sie auch die anderen Sorten pflanzen. Mit dem dichten Wuchs ergibt das einen tollen Blickfang, der eine schöne Atmosphäre ausstrahlt.

Beetnachbarn

Die Margerite wächst sehr gut in Tuffs verschiedener Sorten. Das ergibt ein besonders ansprechendes Bild. Sie harmoniert aber ebenso wunderbar mit heimischen Wildstauden. Zu unterscheiden sind kleinwüchsige Formen und die hohen Garten-Margeriten.

Niedrige Sorten passen sehr gut mit Bodendeckern und niedrigen Stauden zusammen. Sehr gut eignen sich als Beetnachbarn Korkaden, Kissenastern und ähnliche Stauden. Mittlere Exemplare sind gut geeignet, um sie mit Salbei, Minze, Dost und anderen Stauden zu kombinieren. Die höheren Exemplare passen gut zu Lupinen, Schafgarben, die verschiedenen Sonnenhutsorten und nicht zuletzt zu Rittersporn. Auch Mohn- und Kornblumen passen perfekt.

Margeriten sind ein zentraler Teil eines Bauerngartens. Wenn Sie einen naturnahen Bauerngarten anlegen, sollten Sie einige Bereiche für die Margeriten vorsehen. Diese verleihen den Beeten eine strahlende Blütenpracht. Ebenso passen speziell die niedrigen Formen in einen Naturgarten oder Steingarten.

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