Obst

Zitrone

Bei der Zitrone handelt es sich um die etwa faustgroße Frucht des Zitronenbaums, die auch Limone genannt wird. Der immergrüne Zitronenbaum wie wir ihn heute kennen, ist eine Kreuzung aus der Zitrone und der Blutorange. Es wird vermutet, dass die Zitrone aus dem Norden Indiens stammt, erste Aufzeichnungen sind, um das Jahr 1000 n.Chr. im Mittelmeerraum und auch in China zu finden.

Steckbrief

  • Fachbegriff: Citrus × limon
  • Wuchshöhe: 200 – 700 cm
  • Standort: sonnig
  • Aussaat: ganzjährig
  • Keimdauer: 20 – 30 Tage
  • Auspflanzen: –
  • Erntezeit: ganzjährig

Zitronen sind gelb oder gelb-grünlich, länglich ovale Früchte und enthalten sauer-saftiges Fruchtfleisch. Sie eignen sich wunderbar für Säfte, Öle und Säure, aber auch Pektin kann daraus gewonnen werden.

Beschreibung

Der immergrüne Baum der Zitrone wächst im Vergleich zu anderen Zitruspflanzen enorm schnell und wird vergleichsweise groß. Über das ganze Jahr verteilt erscheinen faulig duftenden Blüten und haben einen Durchmesser von 2-3 cm. Die Blüten des Zitronenbaums werden in aller Regel durch Insekten bestäubt, aber auch die Windbestäubung und Selbstbefruchtung sind nicht selten.

Zitronen sind mit Reife grün, allerdings finden sich in subtropischen Gebieten auch gelbe Früchte. Die Zitronen, die in der europäischen Region zu kaufen sind, werden vorbehandelt, damit sie die typisch zitronengelbe Farbe bekommen. Der aromatische Duft der Zitrone ist unverkennbar.

Geschichte

Zitronen wie wir sie heute kennen wurden in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Deutschland populär. Im 17. Jahrhundert wurde durch die Briten die heilende Wirkung von Zitronen bei Skorbut festgestellt. Erkrankte Seefahrer die Zitronen aßen, sind schneller genesen. Die Briten befohlen ihren Seeleuten daraufhin täglich eine Unze Zucker mit einer Unze Zitronensaft zu sich zu nehmen. Was dazu führte, dass die Krankheit von knapp 1500 Fällen im Royal Hospital Halsar im Jahr 1780 auf nur noch zwei Fälle im Jahr 1806 beinahe ausgerottet wurde.

Im 19. Jahrhundert wurde Sizilien zum Hauptlieferant von Zitronen, der Anbau von Zitronen war durch die höhere Produktionsmenge als bei Orangen schlichtweg lukrativer.

Sorten

Zitronen reifen am Baum
Zitronen reifen am Baum

Lunario und Eureka

Die Vierjahreszeiten-Zitrone Lunario, blüht regelmäßig (Monatliche Blüte) und hat wenig Dornen, was für die Ernte ein entscheidender Faktor ist. Die Eureka at darüber hinaus wenig Kerne. Beide in Italien am Häufigsten angebauten Zitronensorten finden ihre Verwendung vor allem in der Küche.

Die Meyer Zitrone

Die in China durch einen Amerikaner entdeckte Zitronenart wird in den USA als Zitronenhybrid immer bekannter. Es handelt sich um eine Kreuzung zwischen Zitrone und Orange oder Mandarine. Sie ist runder, als eine normale Zitrone und auch weniger sauer, ihre Farbe beschreibt ein dunkles gelb.

Citrus Verna oder Berna

Die kommerzielle Zitronenproduktion in Spanien besteht beinahe ausschließlich aus dieser Sorte. Die Verna oder auch Berna genannte Zitronensorte blüht zwei- bis dreimal jährlich.

Amalfi Zitrone

Diese Sorte ist die wohl bekannteste Sorte aus Italien und ist etwa zwei Mal so groß wie die handelsübliche Eureka. Bei dieser Sorte kann, neben dem Fruchtfleisch auch die Schale und die Innenhaut z.B. zum Würzen weiterverwendet werden.

Pflege

Der Zitronenbaum braucht auf jeden Fall eines: Sonne! Gerade im Winter ist dies in unseren Breitengraden gar nicht so leicht. Von April bis in den Oktober hinein ist je nach Wetterlage ein sonniges Plätzchen Pflicht und der Zitronenbaum kann im Freien stehen, nur so wird er blühen und Früchte tragen.

Das Bäumchen kann auf dem Balkon, der Terrasse oder auch im Garten seinen Platz finden, auf ein beinahe windstilles Plätzchen sollte geachtet werden. Im Winter, also von November bis März braucht ein Zitronenbaum einen frostfreien Platz, geeignet wäre hier ein Kellerraum, eine Garage oder auch ein Wintergarten. In dieser Zeit reicht es, des Baum einmal im Monat mit Wasser zu versorgen.

Von Mai bis August benötigen die Zitronenbäume die meisten Nährstoffe, hier kann zu einem Dünger gegriffen werden, welcher für die Pflanze wichtige Spurenelemente enthält. Ist die Erde des Zitronenbaums oben rum trocken, aber unten im Topf noch feucht, ist Zeit zu Gießen, aber bitte nicht zu viel. Alle zwei Jahre sollte der Baum umgetopft werden, ist der Zitronenbaum schon größer, genügt es alle drei Jahre.

Krankheiten/Schädlinge

Typischerweise werden Zitronenbäume früher oder später von Woll- bzw. Schildläusen befallen. Hier gilt es diesen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen.

Nährwert

Nährwert pro 100 g Zitrone, roh

Brennwert 162 kJ (39 kcal)
Wasser 89 g
Eiweiß 0,70 g
Kohlenhydrate 3,16 g
Zucker 3,16 g
Ballaststoffe 1,3 g
Fett 0,6 g
Vitamin B1 0,05 mg
Vitamin B2 0,02 mg
Vitamin B6 0,06 mg
Vitamin C 50,67 mg
Vitamin E 0,4 mg
Calcium 11 mg
Eisen 0,45 mg
Magnesium 28 mg
Natrium 2 mg
Phosphor 16 mg
Kalium 170 mg
Zink 0,13 mg

Häufige Fragen

Sind Zitronen immer gelb?
Zitronen können gelb, gelb-grünlich und sogar leicht orange sein.

Gibt es weniger saure Zitronensorten?
Die Meyer-Zitrone, die vor allem in den USA populär ist, ist weniger sauer.

Kann man jede Zitronenschale weiterverarbeiten?
Zitronen sind nicht selten vorbehandelt, allein schon, um die typisch gelbe Farbe zu bekommen. Besonders geeignet ist die Sorte Amalfi aus Italien. In jedem Fall sollte bei Weiterverarbeitung der Schale auf ein Bio Siegel geachtet werden.

Gibt es kernlose Zitronen?
Da Zitronenbäume in der Lage sind sich selbst zu befruchten, landen in den meisten Fällen kernarme Sorten in unseren europäischen Supermarktregalen.

Hat die Zitrone eine heilende Wirkung?
Zitronen wirken antibakteriell, sie haben also eine reinigende Wirkung.

Wie viel Zitrone ist gesund?
In 100g Zitrone stecken etwa 53 mg Vitamin C, die Zitrone ist also sehr gesund. Zu viel Zitrone schädigt aber langfristig die Zähne und verdirbt den Magen.

Kann die Zitrone beim Abnehmen unterstützen?
Mit Hilfe von Vitamin C produziert der Körper Noradrenalin, was wirchtig für die Fettverbrennung ist.

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