Gemüse

Paprika

Je nach Schärfegrad und Größe wird Paprika auch anders genannt, nämlich Peperoni oder Chili. Bei Paprika handelt es sich wie bei Tomaten um ein Nachtschattengewächs, von diesem die Früchte als Gemüse und auch als Gewürz genutzt werden. Eigentlich handelt es sich bei der Paprika, wie bei vielen anderen Gemüsesorten, um eine Beere.

Paprika ist in fast allen Ländern der Welt nicht vom Speiseplan wegzudenken, ob mild oder scharf ist allerdings Geschmackssache.

Steckbrief

  • Fachbegriff: Capsicum annuum
  • Wuchshöhe: 100 cm
  • Standort: sonnig
  • Aussaat: Februar – März
  • Keimdauer: 10 – 14 tage
  • Auspflanzen: Ende Mai
  • Erntezeit: August – Oktober

Beschreibung

Die krautige Paprikapflanze ist mehrjährig und erreicht eine Wuchshöhe von 1,50m. Die Wurzeln wachsen recht breit und flach. Die Blätter werden oval bis länglich, sie können bis zu 15cm breit und 30cm lang werden. Die Paprikablüten sind weiß, mit blauen Staubblättern. Die Frucht wird eigentlich als Schote bezeichnet, im Sprachgebrauch meint man damit aber meist nur die kleinen, welche als Gewürz genutzt werden. Die Früchte der Paprika können in allen rot-, lila-, gelb- und grüntönen vorkommen.

Geschichte

Kolumbus brachte die Paprika im 15. Jahrhundert nach Spanien, von dort aus verbreitete sich die Pflanze über den Mittelmeerraum bis Indien und Südostasien. Knapp 300 Jahre später, wurde sie auch in Ungarn bekannt und erfreute sich dort schnell größter Beliebtheit. In Deutschland kam die Paprika in all ihren Formen erst nach dem zweiten Weltkrieg auf, zuvor war sie gänzlich unbekannt.

In Deutschland sind hauptsächlich Paprika aus spanischem und niederländischem Anbau auf dem Markt. Aber auch Israel und Marokko. Die immer beliebter werdende Spitzpaprika kommt vorwiegend aus der Türkei, Rumänien, und Ungarn.

Sorten

  • Sweet Chocolate: Bei dieser Sorte kann man auf violette Früchte hoffen, die zudem auch noch sehr groß sind.
  • De Capriglio: Diese rundliche, aus Norditalien stammende Sorte, bringt rote Früchte
  • Roter Augsburger: Möchte man Paprika im Freien anbauen, sollte man zu dieser alten Sorte greife. Die Früchte werden rot uns eher süßlich.
  • Gelbe Tomatenpaprika: Diese gelblich-orange Sorte, stammt ursprünglich aus Ungarn, die Früchte sind eher flach und gerippt.
  • Neusiedler Ideal: Sind sie reif, werden die Früchte rot und recht groß.
  • Gypsy: Wenn man die Paprika im Gewächshaus anbauen kann, sollte man zu dieser Sorte greifen.
  • Lemon Drop: Diese Paprika ist gelb und hat, wie der Name schon sagt, geschmacklich eine zitronige Note.

Pflege

Um ein starkes Wurzelwerk ausbilden zu können, sollten noch junge Pflanzen in eine Erde gepflanzt werden, die kaum Nährstoffe enthält. Ist das Wurzelwerk ausgebildet, ist auch eine nahhafte Erde, sowie Dünger in Ordnung aber kein muss. Ausreichend aber nicht zu viel Wasser ist wichtig für die Pflanzengesundheit. Im Freien mögen die Pflanzen viel Licht und Sonne, sie sollten hierzulande aber lieber geschützt in einem Gewächshaus stehen.

Will man die Samen selbst säen, sollte man dies im März machen. Hier empfiehlt sich eine Pflanzschale, in diese werden die Samen gelegt und dünn mit Erde bedeckt. Anschließend werden die Samen gut mit Wasser versorgt und mit einer klaren Haube abgedeckt. In dieser Phase brauchen sie vor allem eines: Sonne und Wärme. Nach etwa vier Wochen kann umgetopft werden.

Krankheiten/Schädlinge

  • Alfalfa Mosaikvirus: Dieser Virus richtet Schäden an den Blättern an, diese bekommen erst helle Flecken, ehe sie ganz ausbleichen. Das Virus wird durch Blattläuse übertragen
  • Blattläuse: Bei einem Lausbefall sind diese kleinen Tierchen überall auf der Pflanze gut sichtbar zu erkennen. Die Blattläuse saugen an den Blättern, wodurch sich diese einrollen und es so im schlimmsten Fall zum Absterben der Pflanze kommt. Durch Blattläse werden aber auch andere Insekten, wie die Ameise, angelockt. Ameisen lieben den Honigtau den Läuse und ernähren sich davon.
  • Rote Spinnen: Ist die Paprikapflanze von Roten Spinnen befallen, verfärben sich die Blattspitzen dunkel. Man kann auf den Blättern dunkle Einstichstellen entdecken, die im Verlauf zu eingerollten Blättern und schließlich zum Absterben der Pflanze führen.

Nährwert

Nährwert pro 100 g Paprika, rot, roh

Brennwert 155 kJ (37 kcal)
Wasser 94 g
Eiweiß 1,3 g
Kohlenhydrate 6,4 g
Zucker 6,4 g
Ballaststoffe 3,0 g
Fett 0,5 g
Vitamin A 0,35 mg
Vitamin B1 40 µg
Vitamin B2 0,12 mg
Vitamin B6 0,45 mg
Vitamin C 140 mg
Vitamin E 2,9 mg
Eisen 0,6 mg
Magnesium 20 mg
Natrium 5 mg
Zink 0,3 mg

Häufige Fragen

Sind Paprika immer rot?
Nein, sie können grün, gelb, violett und rot sein.

Wann sollte man Paprika aussäen?
Paprikasamen werden im März ausgesät.

Welche Paprikasorte ist am Gesündesten?
Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich dahingehend kaum, jedoch enthält die rote das meiste Vitamin C.

Wann werden rote Paprika rot?
Anfangs sind alle Paprika grün, werden sie reif, bekommen sie die rote Farbe.

Sind Paprika ein Obst oder ein Gemüse?
Bei Paprika handelt es sich um eine Beere, sie zählt also zum Obst.

Woran erkenne ich eine reife Paprika?
Eine Paprika ist reif, wenn sie nicht mehr hellgrün ist und auch keine grünen Flecken mehr hat.

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