Kräuter

Gartenkresse

Gartenkresse ist sehr leicht anzubauen und wächst erstaunlich schnell. Sie braucht im Grunde nichts und kann sich so ziemlich überall ausbreiten. Allerdings gibt es dennoch ein paar Tricks und Kniffe, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Steckbrief

  • Fachbegriff: Lepidium sativum
  • Wuchshöhe: 20 – 40 cm
  • Standort: sonnig
  • Aussaat: März – April
  • Keimdauer: 1 – 2 Tage
  • Auspflanzen: Mai – September
  • Erntezeit: ganzjährig

Das Kraut verfeinert so ziemlich jeden herzhaften Brotaufstrich und macht sich wunderbar als Zutat in Salaten.

Beschreibung

Gartenkresse ist eine einjährige Kulturpflanze und stammt ursprünglich aus Vorderasien. Die Sie ist eine sehr anspruchslose Pflanze mit Gelinggarantie, die bis zu 50cm groß werden kann. Sie blüht von Juni bis in den August hinein, sowohl die Kresse selbst als auch die Keimlinge sind zum Verzehr geeignet.

Geschichte

Die aus dem Orient stammende Gartenkresse fand mit dem Überqueren der Alpen durch die Römer nach Nordeuropa, also auch nach Deutschland. Einigen ist die Gartenkresse vielleicht noch unter dem Namen Chresso bekannt, welcher durch die Römer übermittelt wurde.

Weitere Sorten

  • Brunnenkresse: Diese Kresse gehört zur Familie der Wasserpflanzen, daneben kann sie bei sehr guter Bewässerung aber auch so im Boden wachsen. Hier werden lediglich die Blätter verzehrt, nicht wie bei der Gartenkresse auch die Keimlinge.
  • Kapuzinerkresse: Die Kapuzinerkresse hat vor allem eine dekorative Wirkung und wird wegen ihrer Blüten, die rot, orange, gelb sind, hauptsächlich als Topfpflanze genutzt.
  • Japanische Kresse: Mit japanischer Kresse ist keine einzelne Sorte gemeint, sondern eine große Sortenvielfalt. Sie gilt als Delikatesse und ist in verschiedenen Farben zu bekommen.

Pflege

Wie schon erwähnt, gibt es quasi nichts pflegeleichteres als Kresse, dennoch kann man einiges tun, um die Ernte bestmöglich ausfallen zu lassen. Ideal steht sie auf der Fensterbank und wird leicht feucht gehalten. Im Freiland würde sie die Wintermonate nicht überstehen, auch ein Umsetzen der Kresse ist nicht möglich.

Entscheidet man sich also für die Fensterbank als Standort, kann man auch einen dekorativen Effekt erzielen, wenn man die Samen so dicht setzt, das letztendlich ein grüner Teppich aus Kresse entsteht. Staunässe muss unbedingt vermieden werden, man kann eine Wasser-Sprühflasche nutzen, um die Pflanze zu bewässern.

Krankheiten/Schädlinge

Kresse gehört zu den pflegeleichtesten Pflanzen überhaupt und es ist tatsächlich so, dass diese Pflanze so gut wie keine Schädlinge anzieht. Lediglich der Erdfloh kann ihr zum Verhängnis werden. Was auch der Grund ist, weshalb Kresse nicht selten rund um Möhren und Rettich gesät wird. Der Erdfloh befällt dann die Kresse und nicht den Rettich und die Möhren.

Nährwert

Nährwert pro 100 g Gartenkresse, roh

Brennwert 173 kJ (41 kcal)
Wasser 86,8 g
Eiweiß 4,2 g
Kohlenhydrate 2,48 g
Zucker 2,11 g
Ballaststoffe 3,52 g
Fett 0,7 g
Vitamin B1 0,15 mg
Vitamin B2 0,19 mg
Vitamin B6 0,30 mg
Vitamin C 59 mg
Vitamin E 0,70 mg
Calcium 214 mg
Eisen 2,9 mg
Magnesium 40 mg
Phosphor 38 mg
Kalium 550 mg
Zink 0,15 mg

Häufige Fragen

Kann man Gartenkresse essen?
Sowohl die Keimlinge, als auch die Blätter der Gartenkresse sind zum Verzehr geeignet.

Wie gesund ist Gartenkresse?
Durch den hohen Vitamin C Gehalt, ist Gartenkresse sehr gesund.

Wann kann ich Kresse ernten?
Die Keimlinge lassen sich bereits nach acht, spätestens zehn Tagen ernten. Die Kresse selbst kann nach etwa zwei Wochen geerntet werden.

Wo liegt der Unterschied zwischen Gartenkresse und Brunnenkresse?
Gartenkresse wächst und gedeiht innen ganzjährig fast überall. Brunnenkresse hingegen ist eine Wasserpflanze und benötigt es somit stets feucht.

Wofür kann man Kresse verwenden?
Kresse kann sowohl auf Brot, im Salat, als Hingucker auf mit Speisen angerichteten Tellern und sogar als Dekoration genutzt werden.

Kann man Kresse mehrfach ernten?
Kresse wächst so schnell, dass man mit dem verbrauchen im Haushalt wahrscheinlich gar nicht so schnell hinterherkommt. Sollte die Kresse dennoch einmal komplett weg sein, kann einfach neue ausgesät werden.

Sind die Blüten der Kresse auch essbar?
Ja, bei Kapuzinerkresse sind sie durch die Farben sogar auch sehr hübsch anzusehen und veredeln jeden Teller.

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