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Feuerschalen im Garten – was ist erlaubt?

Ein knisterndes Feuer im Garten ist in der Sommerzeit für viele Gartenbesitzer ein Muss: Es verströmt eine besondere Atmosphäre und spendet ein Gefühl von Gemeinsamkeit. Auch Freunde und Familie, ein paar Würstchen oder ein Stockbrot und Gitarrenmusik dürfen dabei nicht fehlen. Obwohl es kaum etwas Schöneres an einem lauen Sommerabend gibt, stellt sich die Frage: Ist die Feuerschale im Garten überhaupt erlaubt? Wir haben mit den Machern von terrasse-und-garten.net gesprochen. Das sind Experten für das Thema. Die dabei erhaltenen Informationen fassen wir hier für Sie zusammen.

Offenes Feuer im Garten: Welche Möglichkeiten gibt es?

Im eigenen Garten gibt es viele Möglichkeiten, die Stunden am offenen Feuer zu genießen. Welche davon die beste ist, hängt von den eigenen Vorlieben ab. Schließlich erfordern einige Methoden deutlich mehr Vorarbeit als andere.

  • Ein offenes Lagerfeuer: Ein Lagerfeuer an einer Feuerstelle ist der Klassiker unter den möglichen Varianten.
  • Die Feuerschale: Sie besteht aus einem hitzebeständigen Metall und kann optisch sehr unterschiedlich aussehen. Klassische Schalen verfügen über Säulen oder Standfüße und sind am unteren Teil geschlossen.
  • Der Feuerkorb: Der Korb ist eine günstige und flexible Möglichkeit, um Feuer zu machen. Er besteht meist aus gusseisernen Streben, zwischen denen ausreichend Platz ist, um die Flammen mit Sauerstoff zu versorgen.
  • Die Feuertonne: Die Tonne ist ein fassförmiger Behälter und bietet eine besonders große Wärmeabstrahlung.
  • Der Gartenkamin: Dieser spezielle Outdoor-Kamin sorgt auf der Terrasse für ein gemütliches Ambiente. Einige Modelle verfügen über eine Glaskeramikwand, andere über ein offenes Feuer.
Flache Feuerschale im Garten
Flache Feuerschale im Garten

Ist es erlaubt, offenes Feuer im Garten zu machen?

  • Wie häufig es erlaubt ist, im Garten zu grillen oder ein Feuer zu entzünden, regelt das Nachbarschaftsrecht der einzelnen Ortschaften sehr unterschiedlich. Feste Regularien ergeben sich vor allem aus dem Immissionsschutzgesetz. Obwohl das Feuer machen grundsätzlich erlaubt ist, sollte man diese gesetzlichen Vorschriften beachten.
  • Ein offenes Lagerfeuer auf dem Grundstück ist verboten. Andernfalls ist eine gesonderte Genehmigung vom Ordnungsamt erforderlich. Diese wird nur dann vergeben, wenn es sich um eine unbedenkliche Feuerstelle handelt. Das bedeutet, sie muss weit genug vom Nachbargrundstück und von Wäldern entfernt sein.
  • Feuer in geschlossenen Feuerstellen ist hingegen erlaubt. Dabei handelt es sich beispielsweise um Feuerkörbe, Feuerschalen oder Grills mit einer Größe von unter einem Meter. Der Grund dafür ist die höhere Sicherheit.

Die Feuerschale – das ist die rechtliche Lage

Bei einer Feuerschale handelt es sich um eine geschlossene Feuerstelle. Modelle mit einer maximalen Größe von einem Meter stellen dabei kein Problem dar. Das liegt unter anderem an der höheren Sicherheit, da man das Feuer nicht direkt auf dem Boden entzündet. Gleichzeitig hält sich die Qualm- und Geruchsentwicklung im Rahmen. Dennoch gelten auch in diesem Fall gewisse Regeln, die es einzuhalten gilt:

  • Wichtig ist es, sich an die gängigen Sicherheitsvorschriften zu halten. Das erhöht nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die der Nachbarn.
  • Eine sehr starke Rauchentwicklung kann dennoch zu einem Problem werden. Ist sie zu hoch, darf das Ordnungsamt den Einsatz der Feuerschale untersagen. Insbesondere in sehr eng besiedelten Gebieten sollte deshalb ausschließlich eine kleine Schale zum Einsatz kommen.
  • Einen gesetzlichen Mindestabstand zum Nachbargrundstück gibt es nicht. Deshalb ist es ratsam, die Rauchentwicklung zu beobachten. Im Zweifelsfall ist es immer eine gute Idee, die Nachbarn zu fragen, ob sie der Rauch durch die Feuerschale beeinträchtigt.

Übrigens: Auch die Häufigkeit, mit der die Feuerschale eingesetzt wird, ist entscheidend. Allerdings gibt es keine bundesweite Richtlinie, da dieser Aspekt unter das Nachbarschaftsrecht fällt. Im Allgemeinen spricht jedoch nichts dagegen, einmal pro Monat ein Gartenfeuer zu machen. Dasselbe gilt auch für das Grillen.

Eine schöne Atmosphäre schafft der Feuerkorb
Eine schöne Atmosphäre schafft der Feuerkorb

Feuerschale: Ja, aber bitte mit Vorsicht

Der Einsatz der Feuerschale im Garten ist grundsätzlich erlaubt. Trotzdem ist es sinnvoll, ein paar Sicherheitsvorkehrungen vorab zu treffen. Obwohl es sich hierbei um eine geschlossene Feuerstätte handelt, können Funken jederzeit überspringen. Was im Winter kein Problem ist, kann im Hochsommer oder Herbst katastrophal enden.

Zu den wichtigsten Vorbereitungen gehört deshalb, eine geeignete Fläche für die Feuerschale zu schaffen.

Wer sie direkt im Garten aufstellen möchte, könnte beispielsweise eine grasfreie Erdfläche mit Steinen umranden. Auf diese Weise kann das Feuer nicht auf den übrigen Garten übergreifen. Ebenfalls sinnvoll ist eine feuerfeste Unterlage, selbst wenn die Feuerschale üblicherweise auf der Terrasse steht. Diese Unterlage schützt den Boden vor umherfliegenden Funken.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das verwendete Brennmaterial: Trockenes Holz ist eine hervorragende Wahl. Ideal sind unterschiedlich große Holzscheite. Gartenabfälle oder andere Abfälle zu verbrennen, ist hingegen verboten.

Wer zusätzlich einen Blick auf das Wetter hat, kann mit den richtigen Vorbeugemaßnahmen nichts falsch machen. Dennoch gilt: An besonders heißen Tagen während einer Trockenperiode ist es immer riskant, Feuer zu entzünden. Besser ist es abzuwarten, bis sich die Natur erholt hat und das Risiko für einen potenziellen Übergriff auf die Umgebung sinkt.

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